das wunderhorn
1978 Verlagsgründung in Heidelberg von Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner
und Hans Thill
1980 Erster großer Erfolg mit dem Roman „Der Sperber von Maheux“ des Prix-Goncourt-Preisträgers
Jean Carrière
1982 Beginn der Philippe Soupault Werkausgabe
1990 Beginn der Kunstbuch-Editionen mit dem Katalog „BLAU-Farbe der Ferne“
(bis heute lieferbar)
1996 Baden-Württembergischer Verlagspreis
1996 Peter Huchel Preis für Gregor Laschen (Jammerbugt-Notate)
2001 Mitgründer der Kurt Wolff Stiftung
2004 Peter Huchel Preis für Hans Thill (Kühle Religionen)
2005 „Der Einstein-Komplex“ wird eines der schönsten Bücher (Stiftung Buchkunst)
Die Erneuerung der Literatur kommt aus den Peripherien und nicht aus den
Metropolen. Und die Poesie liegt auf der Straße. Daraus wurde seit 1978
ein anspruchvolles Verlagsprogramm, dessen Schwerpunkte deutsche und internationale
Poesie, deutschsprachige und frankophone Literatur, Sachbuch, Kunst, Fotografie,
Heidelbergensia, Regionalia sind. Das Verlagsprogramm umfaßt Buchreihen
(„Edition Künstlerhaus“, „Deutsche Reise nach Plovdiv“, „Poesie der Nachbarn“,
„VERSschmuggel“), Künstlerbücher, Design (Bruno Munari), Ausstellungsaktivitäten
(Pierre Verger, Ré Soupault im Martin-Gropius-Bau Berlin), Kooperationen
mit Museen (Museum Prinzhorn, Museum Ritter, Kurpfälzisches Museum Heidelberg)
und Kunstvereinen (Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Stuttgart), literarischen
Aktivitäten (Heidelberger Literaturtage, Poesie der Nachbarn, Künstlerhaus
Edenkoben), internationalen Kooperationen (Frankreich, Québec, Bulgarien,
Indien, Italien) und Koproduktionen (Bulgarien, Irland, Spanien, Italien,
Kanada, Québec) sowie die Kooperation mit dem Dokumentations-und Kulturzentrum
Deutscher Sinti und Roma. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der
Erforschung des Nationalsozialismus am Beispiel Heidelbergs und seiner Universität
(Emil Julius Gumbel, Medizin im Nationalsozialismus, Jüdisches Leben in
Heidelberg). Dem literarischen und kulturellen Leben Heidelbergs spürt der
Verlag mit Michael Buselmeiers „Literarischen Führungen“ nach. Im interkulturellen
Dialog setzt er seit Jahren mit Édouard Glissant (Kultur und Identität)
und Abdelwahab Meddeb (Die Krankheit des Islam, Zwischen Europa und Islam)
besondere Akzente. Außergewöhnlich in der deutschen Verlagslandschaft ist
auch, dass der Verlag alle Titel lieferbar hält und keinen einzigen Titel
verramscht hat. Die Poesie erhält mit dem Deutschlandfunk-Lyrikkalender
2008 einen weiteren Platz. Unser Verlagsprogramm umfasst 290 Titel.
Downloads für Buchhändler und Veranstalter
Chronik von November 1998 bis Juli 2005