christoph links verlag

Als am 1. Dezember 1989 in der DDR die Zensur fiel, startete der Ch. Links Verlag noch am gleichen Tag. Gut vier Wochen später, am 5. Januar 1990, wurde er als eine der ersten privaten Neugründungen des Ostens in Form einer GmbH konstituiert. Anliegen war es zunächst, die »weißen Flecken« der jüngsten deutschen Geschichte aufzuarbeiten und die realen Verhältnisse in der DDR zu analysieren. Dass hierfür ein breites öffentliches Interesse vorhanden war, bestätigte ein Bestseller des Verlages, die »Chronik der Wende«, in der die dramatischen Ereignisse vom 7. Oktober 1989 bis zum Vereinigungstag am 3. Oktober 1990 Tag für Tag dokumentiert sind. Auf der Grundlage des Buches entstand mit 163 Teilen eine der umfangreichsten Fernsehdokumentationen der ARD, die u.a. auch in die USA, nach Australien, Mexiko und Südkorea verkauft und als Video produziert wurde.

Das thematische Spektrum des aktuellen Sachbuchs mit dem Schwerpunkt Politik und Zeitgeschichte wurde inzwischen beträchtlich erweitert und ist zum einen von den Problemen der heutigen Bundesrepublik geprägt. Zum anderen beschäftigen uns auch verstärkt die internationalen Konflikte. Ergänzt wird dieses Segment durch Bücher zur Kolonialgeschichte, die zum Teil unmitelbar in die aktuelle Politik eingreifen, wie etwa die Dokumentationen über den »Völkermord in Deutsch-Südwestafrika« und den »Maji-Maji-Krieg in deutsch-Ostafrika«.

Im Laufe der Jahre sind andere wichtige Programmsegmente hinzugekommen: Biografien (z.B. »Rudolf Bahro - Glaube an das Veränderbare« oder »General bei Hitler und Ulbricht« über Vincenz Müller) und historische Bild-Text-Dokumentationen (zuletzt »Görings Revier - Jagd und Politik in der Rominter Heide«). Diese großformatigen Bände zu Orten deutscher Geschichte werden seit 2004 ergänzt durch handliche, historische Stadtführer (»PastFinder«) zu den Spuren der deutschen Vergangenheit.

Neben den politischen und historischen Sachbüchern gibt es bei uns noch die Reihe Erfahrungen/Lebenshilfe, die sich mit den sozialen und psychischen Folgen des modernen Lebens für den Einzelnen beschäftigt und Bücher mit Texten der Literarischen Publizistik, wo insbesondere wirklichkeitsnahe Literaturformen wie Reportage, Essay, Porträt und Kolumnen erscheinen. Autoren wie Christoph Dieckmann, Jutta Voigt, Heinz Rudolf Kunze und Alexander Osang prägen die Qualität dieser Reihe.

Die Anzahl unserer Neuerscheinungen bewegt sich jährlich zwischen 25 und 30, hinzu kommen mehrere Nachauflagen, denn viele Bücher haben sich inzwischen zu Standardwerken entwickelt, die bereits in der 9. oder 10. Auflage vorliegen.





Downloads für Buchhändler und Veranstalter

Chronik ab August 2005

Chronik von November 1998 bis Juli 2005

 

empfehlungen:

Hannes Bahrmann/ Christoph Links (Hrsg.), Am Ziel vorbei

Helmut Braun (Hrsg.), Czernowitz

Heinz R. Kunze, Ein Mann sagt mehr als tausend Worte