Comma

Das Magazin comma und die comma.edition werden herausgegeben vom Verein zu Förderung zeitgenössischer Literatur, Kunst und Philosophie e.V.

Der Verein wurde 2001 in Chemnitz gegründet. Er möchte jungen regionalen Autoren und Künstlern und einer interessierten Öffentlichkeit eine Möglichkeit der Entfaltung und des Austauschs bieten. Zu diesem Zweck gibt der Verein das Magazin comma heraus und organisiert geeignete Veranstaltungen: Autorenlesungen, Dichterwettstreite und philosophische Diskussionsabende.

Comma widmet sich einerseits jungen regionalen Autoren, Künstlern und Fotografen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Magazin zu einem Sprachrohr der jungen deutschen Literatur, so dass noch mehr Reibung, Austausch und Kommunikation zwischen Chemnitzer Schreibenden und überregional wirkenden Autoren möglich wurde. Einige von ihnen haben inzwischen eigene Publikationen in Monographien oder Anthologien vorgelegt. Viele der Autoren studierten oder studieren am Leipziger Literaturinstitut. Seit 2005 erscheinen auch regelmäßig Beiträge überregionaler und internationaler Autoren. Im November 2007 erschien die 16. Ausgabe.

Ein besonderes Anliegen des Magazins ist es, in Kooperation mit verschiedenen Kulturinstitutionen, unterschiedliche künstlerische Produktionsweisen miteinander in Beziehung zu setzen.
So erschien etwa die Ausgabe Fabula Rasa, in der junge Autoren das alte Genre der Fabel neu interpretierten. Die Texte wurden von Schauspielern des Schauspielhauses Chemnitz in einem Tonstudio eingelesen und mit Klangminiaturen der Chemnitzer Rockformation Radar als Hörbuch-CD dem Magazin beigegeben. Anlässlich des 75. Geburtstages von Carlfriedrich Claus 2005 entstand in Kooperation mit den Kunstsammlungen Chemnitz und mit Unterstützung von Kunst für Chemnitz e.V. eine Sonderausgabe zu Ehren des Sprachkünstlers mit Arbeiten zeitgenössischer Autoren. Zur Frankfurter Buchmesse 2006 wurde in Zusammenarbeit mit dem SLOLIA, Literatur- und Informationszentrum Bratislava eine Anthologie junger slowakischer Literatur präsentiert. 2007 erschien die Poetryfilm-Ausgabe Fische im Sand: Junge Regisseure verfilmten in Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Filmwerkstatt die Gedichte junger sächsischer Lyriker. Die Arbeiten erschienen auf DVD und die Kulturstiftung des Bundes unterstützte die Produktion mit dem Fonds zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für die Kultur in den neuen Ländern. Im November 2007 erschien die 16. Ausgabe mit dem Titel: Stimmen Mitteleuropas. Sie enthält Texte tschechischer und slowakischer Autoren zum Thema „kulturelle Identität“. Die Publikation erhielt eine Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und wurde im Rahmen einer Autorenlesung zu den Deutsch-Tschechischen Literaturtagen in Chemnitz veröffentlicht.
Der Verein veranstaltet neben Poetry Slams und Autorenlesungen den Philosophischen Salon in Chemnitz. In Kooperation mit dem Silencio – Verein für philosophische Bildung e.V. und dem Oscar e.V. bietet er für die Diskussionen philosophischer Fragen ein öffentliches Forum. Die Erfahrung zeigt, dass dies nicht nur in der jungen Bevölkerung auf reges Interesse stößt. Die für alle Besucher kostenlosen Themenabende handeln etwa vom „Wert des Geldes“, vom „Wert der Utopien“, von „Zeit“, „Freiheit“, „Glauben und Wissen“. Unter den Diskutanten sind stets auch Hochschuldozenten unterschiedlicher Fächer vertreten, die sich für den gemeinnützigen Zweck des Veranstaltung gewinnen lassen.

empfehlungen:

Stimmen Mitteleuropas

Fische im Sand

Slowakische Anthologie